Eine Zwischenbilanz zur 100x5 Challenge

Jenny klettert im Barranco von Arico auf Teneriff

Ein paar Eckdaten

  1. Es ist Ende August
  2. Bisher konnte ich 26 Routen im 5. Grad nach den Regeln der Challenge klettern
  3. Ich bin aufgrund eines Bienstichs mehr als eine Woche ausgefallen
  4. Ich bin wegen einer Zahn-OP eine weitere Woche ausgefallen
  5. In den letzten drei Wochen lag ich erst wegen einer Erkältung 14 Tage flach, dann schlug die Klausurphase voll ein und die Freizeit wurde weniger.
  6. Bisher bin ich 2016 69 Routen geklettert
  7. Ich hatte einige Erkenntnisse

Nach über 5 Monaten "nur" 24 Routen...

Das dachte ich mir vor etwas über einer Woche, als ich mal auf die Statistik sah und merkte, dass ich bisher gerade mal 13 Routen für die Challenge geklettert bin. Nach dem kurzen Schreck begann ich zu reflektieren. Wie konnte es sein, wenn ich doch jede freie Minute zum Klettern nutzte, dass ich bisher nur 13 Routen geklettert war?

Ein Blick in mein Tourenbuch brachte erste Anhaltspunkte. Nachdem wir im Februar auf Teneriffa waren und ich die Idee zur Challenge hatte, konnten wir erst im Mai wieder klettern gehen, da vorher entweder das Wetter nicht mitgespielt hat, ich am Wochenende Unitermine hatte oder eben andere Termine, die es verhindert hatten klettern zu gehen. Somit konnte ich am ersten Klettertag seit Beginn der Challenge, zwei Monate und 6 Tage nach dem 01.03.2016, am 06.05.2016 mit Maria Forever meine erste 5 der Liste zufügen. Hier sind also schon einfach mal zwei Monate ohne jegliche Aktivität ins Land gegangen. Obendrauf dann etwaige Ausfälle wegen Krankheit, Bienenstich und Zahn-OP.

Im Tourenbuch auch gut zu sehen ist, dass ich seit dem 06.05.2016 schon mehr als 24 Routen geklettert war. Jedoch viele davon im 4. und 6. Grad.

Obendrauf kommt dann noch, dass der Sommer bisher eher als durchwachsen zu bezeichnen ist. So haben wir vor kurzem ein Kletterwochenende nach nur einem Klettertag abgebrochen, da es anfing wie aus Kübeln zu regnen und der Wetterbericht auch keine Besserung für die nächsten 2 Tage voraussagte.

69 Routen insgesamt 2016

Von diesen 69 Routen bin ich einige auch schon bis zum 01.03.2016 geklettert. Um genau zu sein, 22 Stück. Alle innerhalb von zwei Urlaubswochen auf Teneriffa. Einige davon mehrfach an einem Tag, was ich dann nicht gesondert aufgeschrieben habe.

Also habe ich 47 Routen seit 01.03.2016 geklettert.

Davon Stand heute 26 im 5. Grad und nach den Regeln der Challenge (ohne Belastung der Sicherungskette im Vorstieg (Rotpunkt) oder Toprope).

Die anderen 21 Routen sind einige Leichtere und einige Schwerere. Davon die Schwierigste war sicherlich Lamento (sächs. VIIa) am Vorderen Dürrebielewächter im Bielatal in der sächsischen Schweiz. In der Beschreibung steht, dass sie für kleinere Menschen eher schwerer sei, was ich bestätigen kann. Ich habe sie auch nicht ohne Pause/Belastung der Sicherungskette klettern können. Einige leichtere, darunter z. B. Feierabend (3+) am Türkenfels im Frankenjura bin ich für eine junge Dame vorgestiegen, die gerade mit dem Klettern begonnen hat.

Erkenntnisse

Auf Teneriffa sahen die 100 Routen garnicht nach so viel aus. Aber: Wir hatten Urlaub und damit den gesamten Tag Zeit zum klettern. Im Alltag überhaupt 100 Routen im Jahr zu schaffen, unabhängig vom Schwierigkeitsgrad, ist schon eine Herausforderung an sich. Insbesondere wenn man das durchschnittliche Sommerwetter in unserer Region in diesem Jahr miteinrechnet und feststellt, dass man nicht jedes Wochenende zur freien Verfügung hat. Da gibt es ja auch hier und da noch ein paar Verpflichtungen. Für mich z. B. die Uni (ich habe an manchen Wochenenden Vorlesungen und Übungen, ab und an muss man sich auch auf eine Klausur vorbereiten), Familienfeiern und eben jede Menge Schlechtwetterwochenenden. Ein Zitat aus einem Interview mit Erbse fällt mir dazu spontan ein: "Als Kletterer hat man den Eindruck, dass es in Deutschland an 365 Tagen im Jahr regnet." Klettern unter der Woche ist für mich meist nicht am Naturfels möglich. Neben einem kleinen Klettergebiet am Stadtrand mit nur wenigen Routen (und noch weniger im 5. Grad) sind wir zu allen anderen Gebieten mindestens eine Stunde lang unterwegs.

Und nicht zuletzt die Erkenntnis, dass ich am liebesten mehr Zeit zum klettern gehen hätte.

Die Challenge geht weiter!

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