Maria Forever

Jenny in Maria Forever, Frankenjura, Betzensteiner Sportkletterwand, 5+

Jenny in "Maria Forever", Frankenjura, Betzensteiner Sportkletterwand, 5+

Heute im Frankenjura: Der erste Klettertag auf unserem Himmelfahrtsausflug

Am heutigen Mittag sind wir in Betzenstein auf dem Campingplatz eingetroffen. Von hier aus sind wir zu Fuß zur Betzensteiner Sportkletterwand um uns erstmal an den Fels zu gewöhnen. Neben dem berichteten Osterbesuch im FJ, und einem zweiwöchigen Intermezzo auf Teneriffa unser erste Felskontakt in diesem Jahr. Vor allem: Der erste Felskontakt in heimishen Gefilden bei gutem Wetter in diesem Jahr.

Am Fels angekommen trafen wir zwei nette junge Männer, die uns sofort die Route "Maria Forever" empahlen. Im Kletterfürer ist sie mit einer Schwierigkeit von 5+ eingetragen.

Als ich vor der Route stand überkam mich das sofortige Gefühl meine Vorstiegsangst durch drei einfache Worte los zu werden und so sagte ich zum Kletterpartner: "Du steigst vor". Der Einstieg wirkte noch ganz okay... danach ein riesiger Bauch, ein Überhang. Es sah kraftzehrend aus und mich verliess mein Mut. Je näher der Moment kam zu dem ich in die Route einsteigen sollte, desto aufgereger wurde ich. Ich bekam regelrecht Schiss.

Was halfs. Einsteigen war angesagt und der Lieblingskletterpartner hat natürlich schon lange gemerkt, dass ich vor diesem "Monsterüberhang" eingeknickt bin. Überhänge sind ein wenig so meine Schwäche gewesen. Ich habe sie zwar trainiert, aber ein ungutes Gefühl bleibt eben.

Ich stieg also in die Route ein, begleite von netten Worten wie "Die hats in sich, ist nicht so schlimm, wenn du die nicht gleich schaffst". Das half wirklich ein wenig mich zu beruhigen, denn es nahm mir ein klitzekleinwenig den eigenen Anspruch auf die Perfektion.

Natürlich verkletterte ich mich mächtig und schon sass ich, noch mitten im Überhang im Seil. Nach ein paar beruhigenden Worten konnte ich wieder Mut fassen. Ich stieg langsam weiter.

Im zweiten Versuch wurde die Route besser, die Angst wich der Zuversicht. Erstaunlicherweise sah die Route auch gleich viel weniger steil aus. Zwar brauchte ich auch hier eine Denkpause, aber ich war schon froh, dass ich ruhiger wurde und die Aufregung freudiger Routine wich. An einen Durchstieg hatte ich heute nicht gedacht. Den wollte ich eigentlich morgen nach dem Frühstück probieren.

Im dritten Versuch dann hatte ich schon wirklich richtig Lust die Route noch ein wenig weiter auszuchecken. Herauszufinden, wie man sie noch schöner und effizienter klettern kann. Irgendwann tönte dann von unten am anderen Seilende ein "Allee, noch ein Zug, dann hast du den Durchstieg geschafft". Ich habe das kaum mitbekommen, es klang unwirklich und plötzlich sah ich, dass ich wieder am Umlenker war. Das Gefühl war atemberaubend.

Übrigens: Wer in der Gegend mal sein sollte, die Route ist eine absolute Empfehlungi. Für den Grad sinnvoll bewertet, in schönem, festem Gestein und mit schönen Zügen.

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